Nachtdienst, Überstunden und Ruhezeit in der Pflege
Verfasst von
Azra Mehanic
Founder, Move to Austria
Geprüft von
Azra Mehanic
Editorial and source review · 13. August 2026
Dienstplan, Pausen, Ruhezeiten, Überstunden und kollektivvertragliche Zulagen verstehen.
Mehrere Regelungsebenen bestimmen den Dienstplan
Pflegedienste können durch Gesetz, Kollektivvertrag, Betriebsvereinbarung und Einzelvertrag geregelt sein. Für Krankenhaus und Langzeitpflege gelten teils zusätzliche Regeln. Fragen Sie nach Rechtsrahmen, vereinbarten Wochenstunden, Planungszyklus und ob Übergabe, Schulung und Rufbereitschaft bezahlte Arbeitszeit sind.
Pausen und Ruhezeit sichern die Praxis
Allgemeine österreichische Regeln sehen bei mehr als sechs Stunden eine 30-minütige Pause und grundsätzlich mindestens elf Stunden ununterbrochene tägliche Ruhe vor; zulässige kollektiv- oder sektorspezifische Ausnahmen brauchen Ausgleich. Wöchentlich gelten grundsätzlich 36 Stunden. Prüfen Sie Ausnahme und Ersatzruhe statt nur eine Zahl.
Mehrarbeit und Überstunden selbst dokumentieren
Notieren Sie täglich Beginn, Ende, Pausen, Übergaben, Rückrufe und angeordnete Mehrarbeit. Unterscheiden Sie Normalstunden, Mehrarbeit bei Teilzeit und Überstunden, weil Bezahlung oder Zeitausgleich abweichen können. Beanstanden Sie fehlende Stunden rasch, denn Verträge und Kollektivverträge können Verfallsfristen enthalten.
Nacht- und Wochenendzulagen sind nicht österreichweit gleich
Es gibt keinen einheitlichen Pflege-Nachtzuschlag. Anspruch und Höhe können aus Kollektivvertrag, Arbeitsvertrag oder Betriebsvereinbarung stammen. Verlangen Sie Eurobetrag oder Prozentsatz für Nacht, Sonntag, Feiertag, Erschwernis und Rufbereitschaft und klären Sie, ob dies bereits im beworbenen Brutto enthalten ist.
Angebote mit einem echten Monatsplan vergleichen
Lassen Sie sich einen Musterplan geben und rechnen Sie Grundgehalt, Vertragsstunden, Nächte, Wochenenden, Zulagen und Zeitausgleich getrennt. Ein höheres Monatsbeispiel kann nur mehr belastende Dienste voraussetzen. Unsere Angebotsprüfung zeigt fehlende Annahmen; strittige Arbeitszeit- oder Entgeltansprüche gehören zu AK oder Gewerkschaft.
Hilfreiche Ressourcen
Offizielle Quellen
Anforderungen und Gebühren können sich ändern. Prüfen Sie Ihren Einzelfall vor der Antragstellung bei der zuständigen Behörde.